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Torre Canne – Bari – Castello del Monte – Manfredonia – Gargano Halbinsel – Vieste

Wir verbschieden uns heute von unseren Schweizer Platznachbarn und düsen los Richtung Bari.

Bari 

Wir sitzen bereits um 9.15 Uhr in der Bar in der Piazza dell’Odegitria und frühstücken, das haben wir nämlich heute ausgelassen, um vorwärts zu kommen.

Unser Navi hat nämlich die gute Eigenschaft, dass es uns gerne durch die schmalen Zentren der Städte führt, weil der Weg aj oft der kürzere ist. Dann haben wir zu jeder Tageszeit auch das Glück für tolle Parkplätze direkt vor den Sehenswürdigkeiten, man muss nur die blauen Plätze nehmen, die kosten zwar ein wenig, sind aber oft frei.

Wir besichtigen die Cattedrale San Sabino und wandern durch das Labyrinth von schmalen Gässchen. Viele ältere Leute Sitzen vor der Haustüre und sprechen mit den Nachbarn. In einem Gässchen bringt der Pöstler gerade die Post und das Öffnen der Stromrechnung ist das Highlight des Tages, könnte man meinen.

Bald stehen wir auch vor der Basilica San Nicola. Die Kids sind schon ganz zappelig, denn hier sollen die Gebeine vom Heiligen St. Nikolaus von Myra liegen. 

Wir steigen in die Krypta runter, wo gerade eine Messe abgehalten wird. Fasziniert schauen wir zu. Die Jungs sind dann aber etwas enttäuscht, dass man kein Skelett sehen kann. Aber die ganze Geschichte, wie diese Gebeine von Myra nach Bari gekommen sind (geraubt oder gerettet?) und warum die Säule, welche der Heilige Nikolas hier her beantragt haben soll, sogar in Glas eingeschlossen werden musste, weil so viele Pilger sie berühren wollen, hat die Kinder dann schon sehr gefesselt. Auch haben wir erfahren, warum es der 6. Dezember ist, an welchem die Kinder beschenkt werden und weshalb es auch den 24. Und 25. Dezember nun gibt...

Weiter schlendern wir durch das Städtchen und sehen eine Frau, welche mit offener Haustür gerade hunderte von Oriecchiette zubereitet. 

Baris Altstadt ist wirklich faszinierend und man hat das Gefühl in ein echtes, vergangenes Italien einzutauchen.

 

 

Unsere Fahrt geht weiter über Ruva die Puglia bis zum Castello del Monte. Obwohl es sich hier um ein wirkliches Muss handelt und alle Apulienreisenden da vorbei gehen, hält sich der Touristenansturm in Grenzen. Trotzdem ist die Infrastruktur sehr touristisch, ein riesiger Parkplatz und ein Pendelbus zum Schloss...

Das Castello del Monte ist wirklich ein Mysterium, denn es besitzt gar keine Verteidigungseinrichtung und keinen Graben. Vielmehr ist es ein architektonisches Wunderwerk dieser Zeit. Die Symmetrien und die goldenen Schnitte, welche überall verwendet wurden, die 8 Türme und die Achtecke, die Zahl 5 und 3, welche über all vorkommen. Wir sind sehr beeindruckt von diesem Bauwerk.

 

Über Barletta fahren wir wieder an die Küste vorbei an vielen Salinen . Wir finden heraus, dass es sich um die grössten Salinen Europas handelt (Margherita di Savoia). Sie ziehen sich über 20 km hinweg und liefern mehr als 50 % der Italienischen Salzproduktion.

In Manfredonia entscheiden wir uns aus dem Bauch raus, nicht hier zu übernachten, sondern weiter zu fahren.

Wir fahren plötzlich durch endlose Olivenhaine und steigen in die Höhe. Auf einer tollen Küstenstrasse schlängeln wir uns durch alte Wälder und sehen immer wieder atemberaubend schöne Küsten. Wir sind mitten im Nationalpark von Gargano.

In Vieste scheint der Strand fast unendlich lang und flach. Ein Campingplatz reiht isch an den anderen. Welchen nehmen wir nun? Wir möchten gerne einen mit guter Infrastruktur, um unsere Wäsche zu waschen, das Auto zu richten etc.

 

Die Auswahl ist zu gross, also fahren wir weiter und nehmen den Platz, welcher bei uns im Führer drin steht.

Der Platz ist zwar etwas sandig, aber die Infrastruktur ist toll, direkt am Meer mit Sandstrand, Mini-Disco, Pool etc.

 

Capo Vieste, Litoranea Vieste, www.capovieste.it