· 

Mijas und Ronda

Gefühlt hatten wir in den letzten sieben Tagen nur etwa drei Stunden warm, so dass man daran denken konnte, die kurzen T-Shirts oder Hosen anzuziehen. Dafür kommen alle unsere warmen Sachen, wie Heizdecke, Daunenduvets und Daunenjacken, sowie Regenjacken, täglich zum Einsatz. Wir sind schon recht geübt, abends zu fünft im Bus zu spielen, zu plaudern oder Kino zu machen.

Heute steht Mijas und Ronda auf dem Programm. Beim Aufstehen scheint die Sonne und wir können das Frühstück geniessen.Von unserem Stellplatz El Rincon fahren wir auf der Autobahn vorbei an Malága und danach hinauf nach Mijas, ein malerisches Dorf mit engen, schönen Gässchen, aber sehr touristisch. Das merken wir schon bei der Suche des Parkplatzes. Letztendlich finden wir einen Platz im 9-stöckigen Parkhaus. Die Lage dieses Ortes ist trotz Nieselregen und grauen Wolken wunderbar und wir schlendern durch die Gassen, vorbei an all den Souvenirshops, renovierten, weissen Häusern, Treppen hinauf und hinab, zu den bunt geschmückten Esel-Taxis bis zur Ermita de la Peña.

Die Jungs kaufen sich eine Chäpsli-Pistole und sind überglückliche Cowboys.

Dem Navi nach fahren wir eine andere Strecke von Mijas weg. Diese führt uns aber kreuz und quer durch die Feriensiedlungen. Endlich wieder auf der Autobahn fahren wir direkt nach Ronda. Die Fahrt durch die Täler und hinauf ins Hinterland ist wunderbar. Leider kommen die Farben der Föhrenwälder und Felsen und der gelbe Ginster wegen dem schlechten Wetter nicht ganz zur Geltung. Wir können es uns aber vorstellen.

Um 14 Uhr kommen wir in Ronda an. Das Navi lotst uns einmal mehr mitten ins Chaos der Altstadt, so dass unser Bus nicht mehr durch die Gassen passt oder wir direkt über eine Brücke (Touristenattraktion) fahren müssen und kaum mehr umkehren können.

Beim dritten Anlauf dann klappt es und wir parkieren am Stadtrand. Wir spazieren in die Stadt und in ein Restaurant, denn alle haben Hunger.

Das Lokal ist voll und wir warten lange bis wir unsere Menüs bekommen.  Endlich kommen wir dazu Ronda mit seiner 98 m hohen Schlucht, die Ponte Nueva, die von Arabern gegründete Ciudad und El Mercadillo (Neustadt) zu besichtigen. Die Schlucht (Tajo) ist sehr imposant! Wir spazieren zur Stierkampf-Arena und besuchen das Museo Bandolero (Räubermuseum).

Später schlendern wir noch durch die Neustadt und besuchen ein paar Läden. Nicht nur um zu shoppen, auch um uns aufzuwärmen.

Im Casa Ortega essen wir heute auch noch unser Abendessen, denn es regnet schon wieder und an einen gemütlichen Abend auf dem Camping ist nicht zu denken.

Der Camping El Sur ist aber super ausgestattet und hat schöne Plätze. Schnell sind wir regentauglich aufgestellt. Wir nehmen alle eine heisse Dusche und kuscheln uns bei Kartenspiel und lesen im Bus zusammen während draussen der Regen auf unser Dach prasselt.